Nykturie: Ursachen, Symptome und Therapie des nächtlichen Harndrangs

Jede Nacht das gleiche Dilemma: Ein lästiger Harndrang macht sich - nicht nur einmal - bemerkbar und reißt Dich immer wieder aus dem Schlaf. Je häufiger Du nachts die Toilette aufsuchen musst, desto stärker wird auch die Schlafqualität in Mitleidenschaft gezogen. Langfristig kann sich das negativ auf die Gesundheit auswirken und die Lebensqualität erheblich einschränken.

Nykturie ist der medizinische Fachbegriff für mehrfaches Wasserlassen in der Nacht. Es ist eine der häufigsten Ursachen für Schlafstörungen (Insomnien). Hinter dem nächtlichen Harndrang können sich aber auch verschiedene behandlungsbedürftige Erkrankungen verbergen. Daher solltest Du eine Nykturie immer als ein Alarmsignal betrachten – es sei denn, Du hast kurz vor dem Schlafengehen große Mengen Wasser getrunken.

Hier erfährst Du alles über Nykturie, welche Ursachen dahinterstecken können, welche Behandlungen Dir zur Verfügung stehen oder was Du auch selbst gegen die nächtlichen Toilettengänge tun kannst.

Was ist Nykturie?

Unter einer Nykturie verstehen Mediziner*innen das regelmäßige und mehrmalige Wasserlassen während der Nacht aufgrund eines vermehrten Harndrangs. Es handelt sich dabei um keine eigenständige Erkrankung, sondern vielmehr um ein Symptom im Rahmen von anderen Krankheiten.

Durch den nächtlichen Harndrang wachen Betroffene mehr als ein- bis zweimal pro Nacht auf und müssen zur Toilette gehen, um die Blase zu entleeren. Dabei haben sie weder tagsüber noch abends übermäßig viel getrunken.

Eine erhöhte Urinausscheidung wird in der Medizin auch als Polyurie bezeichnet. Sie liegt bei einer Harnmenge ab 2,8 Liter innerhalb von 24 Stunden vor. Wann aber spricht man von einer nächtlichen Polyurie

Nächtliche Polyurie

Bei einer nächtlichen Polyurie scheiden Betroffene in der Nacht mehr Urin in Bezug zum sonstigen Anteil der 24 Stunden-Urinmenge aus. Die nächtliche Polyurie wird in folgende Kategorien unterteilt:

  • Funktionelle Polyurie: Hier übersteigt die nächtliche Harnbildung die größte am Tag gemessene Blasenkapazität.
  • Absolute Polyurie: Die nächtliche Harnmenge wird in Relation zur Schlafdauer und dem Körpergewicht gesetzt. Demnach liegt eine nächtliche Polyurie vor, wenn in der Nacht die Harnproduktion 10 ml pro Kilogramm Körpergewicht übersteigt.
  • Relative Polyurie: Diese Form orientiert sich am prozentualen Anteil der nächtlichen Urinproduktion an der 24-Stunden-Menge. Bei über 33 Prozent Harnausscheidung in der Nacht liegt eine nächtliche Polyurie vor.

Häufigkeit: Wer ist von einer Nykturie betroffen?

Ab und zu in der Nacht die Toilette aufsuchen zu müssen, das Problem kennen wohl viele Menschen. Vom regelmäßigen, nächtlichen Wasserlassen sind aber oft Menschen betroffen, die schon am Tage unter häufigem Harndrang leiden. Sie leiden dann meistens unter einer überaktiven Blase oder einer Vergrößerung der Prostata.

Laut Studien sind mehr als 60 Prozent aller Menschen ab 70 Jahre von einer behandlungsbedürftigen Nykturie betroffen. Aber auch jüngere Menschen leiden darunter. In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen leidet etwa jeder fünfte Mann oder jede fünfte Frau unter nächtlichem Harnlassen. Generell sind beide Geschlechter gleichermaßen von dem Problem betroffen.

Nykturie: Ursachen

Die Ursachen für das nächtliche Wasserlassen können einerseits darin liegen, dass wir zu viel Urin produzieren oder andererseits, dass der Harn nicht vernünftig gespeichert oder abgeleitet werden kann. So können Blasensteine oder Tumore den Raum und damit den Speicherplatz oder die ableitenden Wege für den Harn einschränken, wodurch ein häufiger Harndrang entsteht, aber nur geringe Harnmengen abgehen können.

Nykturie bei älteren Patienten: mehrere Faktoren gleichzeitig verantwortlich

Bei älteren Menschen kommen meistens mehrere Faktoren für die Nykturie zusammen, was in der Medizin als Komorbidität bezeichnet wird. Mit fortschreitendem Alter wird es oft schwieriger, Urin zu halten und es bleibt oftmals auch vermehrt Restharn in der Blase zurück. Verantwortlich dafür kann der wichtigste „Harnaustreiber“-Muskel (Musculus detrusor vesicae, Destrusormuskel) sein, der Veränderungen aufweist und dadurch die Beschwerden hervorruft.

Zugleich können auch chronische Infekte der Harnwege oder eine niedrige Konzentration des sogenannten Antidiuretischen Hormons (ADH) vorliegen. Das Hormon reguliert in unserem Körper den Wasser- und Elektrolythaushalt und wirkt insbesondere auf die Nieren. Dort sorgt das Hormon für eine starke Rückgewinnung von Wasser aus dem Primärharn. Folglich wird der Harn stärker konzentriert und die Menge nimmt ab.  

Bei einem Diabetes insipidus wird z.B. aufgrund einer Verletzung, Entzündung oder eines Tumors in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) nicht ausreichend ADH freigesetzt. Aufgrund des ADH-Mangels bleibt zu viel Wasser im Harn, was bedeutet, dass es in den Nieren zu einer übermäßigen, aber verwässerten Harnproduktion (Polyurie) mit gesteigertem Durst und zwanghaftem Trinken (Polydipsie) kommt.

Bei Männern können zudem eine bösartige oder eine gutartige Vergrößerung der Prostata (maligne oder benigne Prostatahyperplasie) für den häufigen Harndrang sorgen.

Neben diesen Ursachen gibt es noch viele weitere Erkrankungen und Faktoren, die ursächlich für eine Nykturie sein können.

Urologische Ursachen für eine Nykturie:

  • Gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)
  • Bösartige Prostatavergrößerung (maligne Prostatahyperplasie)
  • Fehlsteuerung des Destrusormuskels (Harnaustreiber)
  • Blaseninkontinenz im Alter
  • Infekte der unteren Harnwege wie Blasenentzündungen (Zystitis)
  • Blasensteine oder Tumore mit reduzierter Blasenkapazität

Unterschiedliche Ursachen für eine nächtliche Polyurie:

  • Diabetes mellitus mit krankhafter Vermehrung der Harnmenge und vermehrtem Wasserlassen.
  • Diabetes insipidus (Harnwasserruhr) mit Polyurie, Polydipsie und geringer Harnkonzentration.
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz) mit Wassereinlagerungen in den geschwollenen Beinen (Beinödeme) und übermäßiger Ausscheidung von Gewebewasser nachts im Liegen.
  • Systolischer Bluthochdruck (Hypertonie) führt zu einer verstärkten Urinproduktion in der Nacht.
  • Nierenschwäche (Niereninsuffizienz), chronisches Nierenversagen mit einer vermehrten Urinausscheidung und nächtlichem Wasserlassen.
  • Harntreibende Medikamente wie Entwässerungsmittel (Diuretika) sowie einige Antidepressiva oder Antibiotika.
  • Schlafapnoe-Syndrom mit nächtlichen Atemaussetzern und Nykturie als Leitsymptom.
  • ADH-Mangel mit vermehrter Harnproduktion (Polyurie) in der Nacht und einer geringen Harnkonzentration.
  • Übergewicht (Adipositas) als Risikofaktor für Nykturie.
  • Schwangerschaften mit Nykturie aufgrund des Drucks durch die vergrößerte Gebärmutter auf die Blase.
  • Reizblase mit einer überaktiven Blase.

Nykturie: Gesundheitliche Folgen

Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche, eine reduzierte Leistungsfähigkeit und Kopfschmerzen sind gesundheitliche Folgen, die durch den gestörten Schlaf entstehen können. Ist der Leidensdruck sehr hoch und die Lebensqualität durch die Nykturie sehr eingeschränkt, können langfristig auch psychische Erkrankungen wie Depressionen auftreten.

Besonders für ältere Menschen kann ein Schlafdefizit durch eine Nykturie gefährlich werden. Aufgrund der damit häufig einhergehenden Tagesmüdigkeit ist die Gefahr für Stürze und Knochenbrüche (Frakturen) erhöht, die wiederum schwere Folgen im Alter haben können. Auch während eines nächtlichen Toilettengangs ist das Sturzrisiko bei älteren Menschen größer, weil sie im Halbschlaf zur Toilette taumeln und möglicherweise über einen Teppich oder andere Gefahrenquellen stolpern.

Nykturie: Wann zum Arzt?

Musst Du regelmäßig mehr als zweimal in der Nacht aufstehen und die Blase entleeren, obwohl Du abends nicht zu viel getrunken hast, solltest Du in jedem Fall einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren und die Nykturie abklären lassen. Es kann sich hinter dem Symptom auch immer eine ernstere Erkrankung verbergen, die behandelt werden muss.

Am besten gehst Du zunächst zu Deinem Hausarzt oder zu Deiner Hausärztin. Sollte dann der Verdacht auf eine ernste urologische, kardiologische oder neurologische Ursache bestehen, wirst Du eine Überweisung in eine entsprechende Facharztpraxis bekommen.

Nykturie: Diagnose

Zur Abklärung einer Nykturie findet zunächst das wichtige Erstgespräch (Anamnese) zwischen Patient und Behandler*in statt. Dann folgen eine körperliche Untersuchung mit dem Fokus auf mögliche Stauungszeichen (Ödeme) und eine Harnuntersuchung (Streifentest).

Die Suche nach der Ursache für die Nykturie ist sehr wichtig, denn wird die Ursache diagnostiziert und richtig behandelt, verschwindet in der Regel auch der nächtliche Harndrang wieder.

Dein Arzt oder Deine Ärztin wird Dich wahrscheinlich darum bitten, ein Miktionsprotokoll zu führen und die tägliche Trinkmenge über mindestens 48 Stunden zu notieren. So ein Tagebuch ist für die Diagnose sehr hilfreich.

Anamnese

Im Erstgespräch wird Dir der Arzt oder die Ärztin viele Frage stellen, nachdem Du von den häufigen nächtlichen Toilettengängen erzählt hast. Es geht darum, seit wann die Beschwerden bestehen, wie oft die Blase pro Nacht entleert werden muss, ob der Harndrang die Ursache für das nächtliche Erwachen ist, wie groß der Leidensdruck dadurch ist, wie sich der Harndrang am Tage verhält und ob Du das Gefühl hast, dass die Blase nie vollständig entleert wird.

Auch Begleitsymptome werden abgeklopft, um mögliche Ursachen zu erforschen. Dabei sind Symptome wie Tagesmüdigkeit, Atemaussetzer in der Nacht, Atemnot, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, vermehrter Durst oder ein ungewollter Gewichtsverlust von Bedeutung.

Des Weiteren sind mögliche Vorerkrankungen von großem Interesse. Dazu gehören Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Herz- und Nierenerkrankungen oder neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose. Je nachdem, was der Arzt oder die Ärztin als Ursache vermutet, folgen möglicherweise weitere Untersuchungen (z.B. Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer, EKG) beim Facharzt oder bei einer Fachärztin der Urologie, Neurologie oder Kardiologie.

Auch eine Medikamenten-Anamnese ist im Zusammenhang mit nächtlichem Wasserlassen relevant, denn bestimmte Medikamente haben Nykturie als Nebenwirkung.

Körperliche Untersuchung

Bei einer rektalen Tastuntersuchung (Palpation) kann der Arzt oder die Ärztin beim Mann überprüfen, ob die Prostata vergrößert ist. Eine Prostatahyperplasie ist bei Männern häufig für den nächtlichen Harndrang verantwortlich.

Bei der Inspektion können Stauungszeichen am Körper wie beidseitig geschwollene Knöchel oder Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen auf eine Herzschwäche hinweisen.

Urin-Schnelltest

Mithilfe eines Urin-Schnelltests kann rasch überprüft werden, ob sich eine Harnwegsinfektion hinter dem vermehrten Harndrang und dem häufigen Wasserlassen in der Nacht verbirgt. Darauf könnte z.B. Blut im Urin hindeuten. Zucker im Urin hingegen weist auf einen Diabetes hin.

Bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie)

Bei einem Ultraschall können innere Organe wie die Nieren, Blase oder die Prostata genauer unter die Lupe genommen werden. Ein Ultraschall kann Auskunft über Veränderungen an den Organen und über verschiedene Pathologien geben, die den vermehrten Harndrang hervorrufen können.

Nykturie: Therapie

Die Behandlung der Nykturie richtet sich immer nach der dafür zugrunde liegenden Erkrankung. Kann die Ursache behoben werden, verschwindet meistens auch der nächtliche Harndrang sowie die lästigen Gänge zur Toilette.

Wichtige Bausteine der Therapie sind eine medikamentöse Behandlung und Empfehlungen zu einer gesunden Lebensweise. Manchmal werden auch operative Eingriffe nötig, um die Grunderkrankung zu behandeln. Bei einer überaktiven Blase oder einer verminderten Kapazität der Blase können spezielle Übungen im Rahmen eines Blasentrainings hilfreich sein.

Medikamentöse Behandlung

Bestimmte Medikamente können einerseits zur Behandlung einer Nykturie und andererseits zur Therapie der Grunderkrankung eingesetzt werden. Harntreibende Medikamente, die sogenannten Diuretika, können wiederum den nächtlichen Harndrang auslösen. In dem Fall solltest Du mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin besprechen, ob es Alternativen gibt oder ob eine kleine Anpassung hinsichtlich der Einnahme zu einer Besserung führen könnte. Manchmal hilft es schon, wenn die Zeit der Einnahme etwas verschoben wird.

Desmopressin: Hemmung der Harnausschüttung

Bei einer nächtlichen Polyurie können sogenannte Desmopressin-Tabletten eingenommen werden. Bei Desmopressin handelt es sich um ein synthetisches Derivat des körpereigenen Vasopressins, das die Harnausschüttung hemmt. Mit der Einnahme kann die Häufigkeit der nächtlichen Toilettengänge deutlich reduziert und auch die Zeitspanne zwischen dem Einschlafen und erstem Toilettengang kann hinausgezögert werden.

Die Einnahme von Desmopressin wirkt sich auch positiv auf die Folgen der gestörten Nachtruhe aus. Symptome wie z.B. Tagesmüdigkeit, Konzentrations- und Leistungsschwäche können reduziert werden, wodurch sich auch das erhöhte Risiko für nächtliche Stürze bei älteren Patienten vermindert.

Medikamentöse Behandlung der ursächlichen Grunderkrankung:

  • Herzschwäche: ACE-Hemmer, Betablocker
  • Diabetes mellitus: Blutzuckersenkende Medikamente, Insulin-Injektionen
  • Bakterielle Harnwegsinfekte (Blasenentzündung): Antibiotika
  • Vergrößerte Prostata: Alpha-Blocker zur Entspannung der Blasenmuskulatur
  • Kleine Blasenkapazität: Anticholinergika können die Kapazität um 30 Prozent erhöhen und helfen, den Harndrang besser zu kontrollieren

Operative Eingriffe

Eine vergrößerte Prostata gehört bei Männern zu den häufigsten Ursachen einer Nykturie. Wenn eine medikamentöse Behandlung nicht die erwünschte Wirkung erbracht hat, muss die Prostata manchmal auch operativ entfernt werden.

Liegt eine schwere Herzschwäche als Ursache für die Nykturie vor, bleibt möglicherweise nur die Einpflanzung eines Herzschrittmachers oder eines Spenderherzens.

Veränderung des Lebensstils

Mit einer gesunden Lebensweise kannst Du viele chronische Erkrankungen, die mit einer Nykturie einhergehen, positiv beeinflussen. Generell solltest Du bei Übergewicht das Gewicht reduzieren, auf eine gesunde Ernährung achten und Dich ausreichend an der frischen Luft bewegen.

Ernährungsumstellung

Leidest Du unter einer Herzschwäche, solltest Du auf eine herzfreundliche Ernährung achten. Sie sollte überwiegend aus zuckerarmem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Fisch oder Geflügel und hochwertigen Ölen bestehen. Alkohol und Kaffee, in Maßen genossen, werden gefäßschützende Eigenschaften zugesprochen.

Auch bei Diabetes ist es sehr wichtig, auf die Ernährung zu achten. Typ-2-Diabetes geht meistens mit Übergewicht in der Bauchregion einher. Eine Ernährungsumstellung sollte daher mit anderen Änderungen des Lebensstils einhergehen, um Übergewicht zu reduzieren und den Stoffwechsel zu verbessern. Nach Möglichkeit sollten Zucker und Weißmehlprodukte vermieden, Fleisch in Maßen gegessen und Vollkornprodukte bevorzugt werden. Viel frisches Gemüse und zuckerarmes Obst sind ebenfalls zu empfehlen.

Bewegungstherapie

Mehr Bewegung an der frischen Luft wirkt sich bei Fettleibigkeit, Herzschwäche und bei Diabetes positiv auf die Gesundheit aus. Mit regelmäßiger Bewegung kannst Du eine Ernährungsumstellung unterstützen und Gewicht reduzieren. Bewegung sollte einen festen Platz im Alltag einnehmen. Darüber hinaus sorgt Bewegung dafür, dass ein zu hoher Blutdruck etwas sinkt und sich die Blutzuckerwerte langfristig verbessern.

Blasentraining

Bei einer überaktiven Blase und einer verminderten Blasenkapazität sollten Nykturie-Patienten ein regelmäßiges Blasentraining durchführen. Ziel des Trainings ist es, den Harndrang zu unterdrücken und damit den nächsten Gang zur Toilette zu verzögern.

Nach einer gewissen Zeit (2-3 Monate) sollte sich Deine Blase wieder an größere Harnmengen gewöhnt haben und damit den Harndrang hinauszögern.

Nykturie: Hilfreiche Tipps für den Alltag

Um die Häufigkeit der nächtlichen Toilettengänge zu reduzieren und damit Deine Schlafqualität und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern, können Dir folgende Tipps für den Alltag helfen, mit dem Harndrang in der Nacht besser umzugehen und das Problem etwas einzudämmen:

  • Achte tagsüber möglichst auf eine normale Trinkmenge (1,5 – 2 Liter).
  • Vermeide möglichst harntreibende Getränke vor dem Schlafen wie z.B. Kaffee, Bier oder Tees mit harntreibender Wirkung.
  • Trinke mindestens 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr.
  • Gehe vorsichtshalber vor dem Schlafengehen noch einmal zur Toilette.
  • Bei geschwollenen Beinen trage Kompressionsstrümpfe und lege die Beine am Nachmittag hoch.
  • Achte auf eine gute Schlafhygiene, um ein plötzliches Erwachen in der Nacht zu vermeiden. Schlafapnoe, Schnarchen und nächtliches Aufwachen können auch Auslöser für Harndrang sein.
  • Verwende Hilfsmittel (Inkontinenzprodukte), sollte sich zur Nykturie auch ein ungewolltes Wasserlassen in der Nacht hinzugesellen.